Shopping Cart

Schutzhandschuhe

Die ersten medizinischen Schutzhandschuhe wurden vom deutschen Arzt Johann Walbaum entwickelt. Später wurden diese stark verbessert (Vulkanisation) und an die jeweiligen Anforderungen in der Medizin angepasst. Haupteinsatzort für medizinische Handschuhe waren vor allem die OP-Säle. Bis dahin wurde ausschließlich Karbolsäure zur Desinfektion der Hände verwendet. Der große Vorteil der Handschuhe bestand darin, dass sie die Haut nicht reizten. Diese wurden ausgekocht und wiederverwendet. Erst mit der Erfindung des Latex fanden medizinische Schutzhandschuhe Einzug in alle Bereiche der Medizin.

Welche Normen sind anwendbar?

Die S1-Leitlinie zur Hygiene regelt die Verwendung sowie die Anforderungen an medizinische Schutzhandschuhe in Deutschland. Dabei wird grundsätzlich zwischen sterilen und unsterilen Handschuhen unterschieden. Sterile Handschuhe bieten Schutz sowohl für das Personal als auch die Patienten. Unsterile Handschuhe verhindern die Kontamination des Personals vor Gefahrstoffen und Mikroorganismen. Diese Kriterien werden erfüllt, wenn sowohl die DIN EN-455 als auch die EN 274 eingehalten wird. Prinzipiell wird zwischen der Produktion, dem Inverkehrbringen, des Kaufes sowie der Anwendung und den Anforderungen bei den jeweiligen Normen, Richtlinien, Verordnungen, Bestimmungen und Gesetzen unterschieden. Für medizinische Handschuhe sind neben den bereits erwähnten Regelwerken die Verordnung 2016/425, das PSA-Durchführungesetz (Deutschland), die EN 420, EN 374, die EN 381.4, die EN 388, die EN 407 sowie die EN 421 anzuwenden.

Welche Anforderungen werden an medizinische Schutzhandschuhe gestellt?

In erster Linie müssen sie den Patienten, den Träger oder beide schützen. Außerhalb des OP-Saales sollen sie vor allem Schutz gegen Mikroorganismen und Kontamination mit Giftstoffen bieten. Sie müssen reißfest, widerstandsfähig, schnittfest, robust und leicht anzuziehen sein.

Wie oft sind medizinische Schutzhandschuhe verwendbar?

Generell wird zwischen Einweg- und Mehrweghandschuhen unterschieden. Im 21. Jahrhundert werden Einweghandschuhe vor allem im OP-Bereich verwendet. Nach der Verwendung werden diese entsorgt. Mehrweghandschuhe werden nach der Sterilisation wiederverwendet. In medizinisch-technischen Laboren werden spezielle medizinische Handschuhe (Stärke, Verarbeitung, etc.) benötigt. Sie müssen radioaktiver Strahlung, hochgiftigen Stoffen sowie hochansteckenden Organismen standhalten. Diese sind aufgrund des besonders starken Materials sowie der Verarbeitung langlebig und werden immer wieder desinfiziert.

Schützen medizinische Schutzhandschuhe gegen Corona?

Medizinische Schutzhandschuhe sind darauf ausgelegt, gegen Kontamination mit Viren, Bakterien, etc. zu schützen. Damit der Schutz gegeben ist, ist darauf zu achten, welche Art von medizinischen Schutzhandschuhen verwendet werden. Darüber hinaus sollen Einweghandschuhe auch nur einmal getragen werden. Werden diese länger oder über Stunden getragen, schwitzen die Hände darunter. Dadurch wird der perfekte Sitz gefährdet und die Haut geschädigt. Das Tragen wird unangenehm und der Schutz ist nicht mehr gegeben. Mehrweghandschuhe werden sterilisiert. Es versteht sich von selbst, dass für jeden Patienten neue Schutzhandschuhe verwendet werden müssen.

Was ist auf alle Fälle zu vermeiden?

Medizinische Schutzhandschuhe müssen zweckgebunden und vorschriftsmäßig getragen werden, sonst geht die Schutzwirkung verloren. Schutzkleidung, egal ob es sich dabei um Mund-Nasen-Masken oder Schutzhandschuhe handelt, darf nicht getauscht, geteilt oder entgegen der Vorschriften verwendet werden. In Corona Zeiten besteht beim Teilen von Schutzhandschuhen hohe Ansteckungsgefahr. Die Desinfektion, Reinigung sowie Entsorgung haben ebenfalls nach den Vorschriften und Herstellerhinweisen zu erfolgen. Somit ist der Schutz auch weiterhin gegeben. Die Entsorgung von hoch kontaminiertem Material unterliegt besonderen Bestimmungen und Vorschriften. Das dient vor allem dem Schutz aller.